Herausforderungen bei der E-Commerce Logistik

Online Shops boomen weiter. Nach einer aktuellen Umfrage des BEVH (Bundesverband E-Commerce und Versandhandel) wächst der E-Commerce Handel im Mai verglichen mit dem Vorjahresmonat um 29 Prozent. Diese Steigerung ist selbst im dynamischen Online-Handel ungewöhnlich hoch. Diese Entwicklung ist zum Teil auf ein sich veränderndes Bestellverhalten der Konsumenten zurückzuführen. Vor allem die Nachfrage nach Gütern des täglichen Bedarfs und Lebensmittel ist während der Coronakrise über die Online Kanäle um 50 bzw. 90 Prozent gestiegen. Diese Zahlen dürften aber erst der Anfang sein. Nach der BEVH Umfrage gab jeder zweite befragte Konsument an, aufgrund der Erfahrungen in der Coronakrise, künftig mehr online bestellen zu wollen.

Es stellt sich also unweigerlich die Frage, wie die E-Commerce Händler und Onlineshop-Betreiber mit dieser Steigerung des Auftragsvolumens umgehen und welche Herausforderungen sie mit ihrem Wachstum meistern müssen. Grundsätzlich ist das Online-Geschäft ein gut skalierbares Geschäftsmodell, da es wenig limitierende Wachstumsfaktoren gibt. Trotzdem wollen wir an dieser Stelle einmal die kritischen Punkte näher beleuchten:

 Manuelle Prozesse

Eine der größten Herausforderungen bei der Skalierung eines Online Shops ist die Automatisierung von Prozessen. Nur so kann sichergestellt werden, dass auch bei einem zunehmenden Auftragsvolumen eine schnelle und zuverlässige Abarbeitung der Aufträge und damit anfallenden Aufgaben gewährleistet werden kann. Aus unserer Erfahrung treten die meisten manuellen Prozesse vor allem nach Auftragseingang der Kunden ein. Sind bis hier hin das Marketing, die Bestellung im Onlineshop und der Zahlungsprozess weitestgehend automatisiert, werden nach Auftragseingang verschiedene manuelle Prozesse ausgelöst. Hierunter fallen vor allem das Kommissionieren der Waren, die Rechnungsstellung, die Verpackung und Vorbereitung zum Versand und der Retourenprozess.

E-Commerce
Statistik

Kosten pro Auftrag

Bei einer Skalierung des Auftragsvolumens ist es essentiell die anfallenden Kosten im Blick zu behalten. Ein großer Kostentreiber von kleinen Online Shops sind die variablen Kosten, die pro Auftrag entstehen. Hierzu gehören beispielsweise Provisionen des Online Shops oder des Zahlungsdienstleisters. Zusätzlich zu einer prozentualen Beteiligung fallen hier auch oft feste Beträge pro Auftrag an. Gerade bei niedrigen Margen und geringen Rechnungsbeträgen fallen diese relativ stark ins Gewicht. Der Online Shop Betreiber sollte also prüfen wie er die Kosten pro Auftrag möglichst geringhalten kann. Hierdurch kann er dann auch bei einem hohen Auftragsvolumen in seinen Verkaufspreisen gegenüber anderen Shops konkurrenzfähig bleiben.

Marketing

Das Marketing stellt eine zentrale Anforderung dar, um die Skalierung des Online Shops zu ermöglichen. Um die Bestellungen eines Shops zu erhöhen gibt es zwei wesentliche Stellschrauben: die Besucherzahl und die Conversion Rate.

Im Idealfall arbeitet der Shop Betreiber dauerhaft an beiden Themen, da diese sich durchaus gegenseitig bedingen. Steht der Shop jedoch noch relativ am Anfang, sollte zuerst der Fokus auf die Verbesserung der Conversion Rate gelegt werden, um nicht unnötig viel Geld in Werbung zu verbrennen. Unter der Conversion Rate versteht man das Verhältnis von Websitebesuchern zu getätigten Abschlüssen (in unserem Fall Käufe) gemessen in Prozent. Die Conversion Rate hängt wiederum von vielen verschiedenen Faktoren ab. Besonders hervorzuheben sind die Qualität der Websitebesucher (Werden die richtigen Personen durch mein Marketing angezogen?) und die Conversion-Möglichkeiten (Findet der Websitebesucher das was er sucht?). Zur Erhöhung der Besucherzahlen sollte der Shopbetreiber einen ausgeglichenen Marketingmix festlegen, der bestimmt, welche Kanäle wie bespielt werden. Gerade im Bereich Marketing ist es empfehlenswert, sofern wenig Erfahrung inhouse vorhanden ist, eine Online Marketing Agentur mit ins Boot zu nehmen.

Versand & Logistik 

Wir haben ja bereits den Arbeitsaufwand von manuellen Prozessen diskutiert. Gerade im Versand und Logistikbereich entstehen viele dieser manuellen Prozesse, die durch Arbeitskraft gelöst werden müssen. Das Problem ist, dass diese zum einen sehr teuer und zum anderen bei steigendem Sendungsvolumen fehleranfällig wird. Ein unzuverlässiger Versand führt bei einem Online Shop schnell zu schlechten Kundenbewertungen, da eine reibungslose und schnelle Versandabwicklung von vielen Kunden erwartet wird. Versendet der Online Shop dann auch noch Speditionsware, so wird der Abwicklungsprozess hier meistens noch komplizierter. Abhilfe schafft hier die Zusammenarbeit mit digitalen Speditionen wie Cargoboard. Über eine Schnittstelle können hier Speditionssendungen direkt angefragt und gebucht werden. Eine Plugin-Lösung bietet den Shops darüber hinaus die Möglichkeit unkompliziert und ohne zusätzliche händische Arbeit Aufträge im Warenwirtschaftssystem oder Shopbackend zu erzeugen.

Benötigen Sie Unterstützung bei der Skalierung ihres Online Shops, unterstützen wir Sie gerne!

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